Informationen und geschichtliches zur Regionalen-Küche unserer Region

Die Küche unserer Region war gekennzeichnet von einfacher, aber abwechslungsreicher Kost. Eine Ausnahme bildeten dabei selbstverständlich die Festtage. Als Fleischtage sind der Dienstag, der Donnerstag und der Sonntag überliefert. An diesen Tagen kam neben Rauch- und Pökelfleisch der Kloß oder "Klump" auf den Mittagstisch.

Am Montag, Mittwoch und Freitag gab es Hülsenfrüchte, Mohrrüben, Kohl oder Kohlrüben. Dagegen galt der Kartoffelbrei als das übliche Sonnabendgericht. In der gemüsearmen Zeit erfreute sich das Sauerkraut besonderer Gunst. Neben dem Brot war die Kartoffel die Grundlage der Ernährung.

Eine Reihe von Gerichten war eng mit einzelnen Festtagen verbunden. So zum Beispiel Braunkraut (Grünkohl) mit Weihnachten und Heringssalat mit Silvester, Hirse oder Graupen gab es zu Neujahr, zur Lichtmess, zur Taufe, zur Hochzeit, zum Erntekranz, sowie an jedem 1. des Monats. Denn Gequollenes, so hieß es im Volksmund, mehrt den Wohlstand, deshalb war es auch das erste Gericht, das von der jungen Frau im eigenen Haushalt gekocht wurde. Mehl- und Eierspeisen gehörten zum Karlfreitag wie Flisen zu Ostern und Pfingsten. Am Martinstag kam die Gans auf den Tisch. Am Schlachtetag durfte das Rosinenfleisch nicht fehlen.

Auch das tägliche Abendbrot war einfach. Außer dem Brot wechselten Mehlsuppe und Pellkartoffeln. Im Haushalt musste das "Geschlachtene" über das ganze Jahr reichen. Das Pökelfleisch dagegen nur bis zu Pfingsten. Wenn sich der erste Ruf des Kuckucks vernehmen ließ, war es Zeit Speck und Schinken anzuschneiden, denn auch Speck wurde häufig gegessen.

Wie die Gerichte, so waren auch die einzelnen Kuchenarten an die einzelnen Feiertage gebunden. Stellvertretend seien hier die Stollen oder Wecke und der Honigkuchen für das Weihnachtsfest, der Pfannkuchen zur Fastnacht und der Plinsen nach Beendigung des Dreschens genannt. Obst -  und vor allem Speckkuchen wurden zu allen Festen gebacken.

Eine gewisse Rolle bei der täglichen Versorgung spielte auch der Fisch. Galten unsere Flüsse und Teiche noch vor der Industrialisierung als besonders fischreich. In der Regel allerdings standen hauptsächlich Nahrungsmittel auf dem Speiseplan, die im Haus selbst produziert und veredelt wurden. Das trifft vor allem auf das Zubrot, Butter, Fett, Pflaumenmus, Rübensaft, Speck, Schinken, Wurst, Eier und verschiedene Sorten Käse zu.

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